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  • Über unbequeme Entscheidungen in komplizierten Zeiten. 2022 ist von Krise

    Über unbequeme Entscheidungen in komplizierten Zeiten. 2022 ist von Krise und Krieg geprägt. "Vermeintliche Zeitenwende" ist wohl das Wort des Jahres.

  • Die Dramatik der Klimaerwärmung darf freilich nicht dazu führen, dass

    Die Dramatik der Klimaerwärmung darf freilich nicht dazu führen, dass bei der Suche nach neuen Wohlstandsmodellen andere zukunftsrelevante Fragen „vergessen“ werden.

  • Klimapolitik, Naturschutz und Lebensqualität stehen also in einem komplizierten Verhältnis.

    Klimapolitik, Naturschutz und Lebensqualität stehen also in einem komplizierten Verhältnis. Wo Wasser- und Windkraft auf Kosten von Natur und Land-

  • sollten nicht auf dem Glauben an ewiges Wachstums durch technische

    sollten nicht auf dem Glauben an ewiges Wachstums durch technische Lösungen basieren - sondern einem Bewusstsein getragen sein, dass wir die Normalität unserer Wirtschaftsweise hinterfragen müssen. Wann, wenn nicht jetzt?


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    EINSICHTEN von FRED LUKS
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    Nachhaltigkeitsforscher und Autor
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    An den Grenzen des Wachstums: Das Ende der Normalität
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    Über unbequeme Entscheidungen in komplizierten Zeiten. 2022 ist von Krise und Krieg geprägt. "Vermeintliche Zeitenwende" ist wohl das Wort des Jahres.
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    Selbstverständlichkeiten lösen sich in Luft auf und es wird immer deutlicher, dass unser Wohlstandsmodell auf tönernen
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    Füßen steht und gründlich umgebaut werden muss. 50 Jahre nach dem berühmten Buch „Die Grenzen des Wachstums“, einer
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    Studie zur Zukunft der Menschheit, wird immer klarer: „Weiter so“ ist keine zukunftsfähige Option.
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    Die notwendige Transformation zur Nachhaltigkeit betrifft ganz wesentlich die Versorgung mit Energie: Hitzewellen und Wetterextreme zeigen, wie
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    dringend notwendig hier ein Umsteuern ist. Eine der zentralen Aufgaben in diesem Sinn ist der Abschied vom fossilen Zeitalter und Umstieg auf erneuerbare
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    Energiequellen. Zu einer Transformation des Energiesystems gibt es angesichts des Klimadesasters keine Alternative.
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    Die Dramatik der Klimaerwärmung darf freilich nicht dazu führen, dass bei der Suche nach neuen Wohlstandsmodellen andere zukunftsrelevante Fragen „vergessen“ werden.
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    Das gilt für zwei Themen ganz besonders.
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    Zum einen: Biodiversität. Es wird immer klarer, dass das Artensterben eine Problematik von ähnlich existenzieller Dimension ist wie die Klimaerwärmung - und dass beide Krisen eng zusammenhängen.
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    Zum anderen: Schönheit. Das klingt in einer Welt von Corona, Klimakrise und Krieg nach einem Luxusproblem, ist es aber nicht. Die ästhetischen Konsequenzen der Energiewende müssen viel ernster genommen werden, wenn es um Zukunftsfähigkeit geht.
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    Deshalb müssen die optischen und akustischen Folgen von Windkraftanlagen bei
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    der Planung der Energiewende mitgedacht werden.
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    Klimapolitik, Naturschutz und Lebensqualität stehen also in einem komplizierten Verhältnis. Wo Wasser- und Windkraft auf Kosten von Natur und Land-
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    schaft gehen, stehen unbequeme Entscheidungen an
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    - und die Anerkennung der Tatsache, dass erneuerbare Energien und Energieeffizienz sehr wichtig sind, aber eben nicht ausreichen: Zukunftsfähigkeit heißt
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    auch ganz wesentlich, den Verbrauch zu reduzieren.
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    Auch bei der Nutzung von Windkraft in Gebirgsräumen gilt es also, Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen. Die Abwägungsprozesse, die hier anstehen
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    sollten nicht auf dem Glauben an ewiges Wachstums durch technische Lösungen basieren - sondern einem Bewusstsein getragen sein, dass wir die Normalität unserer Wirtschaftsweise hinterfragen müssen. Wann, wenn nicht jetzt?

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